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27.12.2011, von Ruth

30 jähriger Krieg Verlauf

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts entfachte der 30 jähriger Krieg um geopolitische und religiöse Vorherrschaft in Europa infolge von dynastischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Differenzen sowie Konfrontation zwischen der Protestantischen Union und Katholischer Liga. Der 30 jähriger Krieg Verlauf erstreckte sich vom Böhmisch-Pfälzischen Krieg in Jahren 1618 bis 1625 über den Dänisch-Niedersächsischen Krieg von 1625 bis 1629, den Schwedischen Krieg von 1630 bis 1635 bis zum Französisch-Schwedischen Krieg von 1635 bis 1648. Der Böhmisch-Pfälzische Krieg wurde mit dem Ständeaufstand in Böhmen ausgelöst, als der böhmische Adel gegen die übermächtige Habsburger-Dynastie und das Verbot der evangelischen Religion protestierte. 1618 erfolgte der bewaffnete Sturm der Prager Burg, der mit dem Sturz von kaiserlichen Stellvertretern aus dem Fenster, dem sogenannten "Prager Fenstersturz" endete. Die Kämpfe der protestantischen Truppen wurden 1618 bis 1619 mit Erfolgen und der Ernennung des Kurfürsten Friedrich V. zum böhmischen König gekrönt. Nachdem 1620 ein katholisches Heer den Sieg ergriff, kam es zu den massiven Vergeltungsmaßnahmen gegen die Protestanten; bis 1628 wurde die Oberpfalz vom katholischen Bayern erobert. 1625 kam es zur erneuten Mobilisierung der protestantischen Kräfte im Kampf gegen die wachsende Macht der Habsburger. Christian IV., König von Dänemark und Norwegen erklärte im Gegensatz zu Frankreich und England sofortige Kriegsbereitschaft. Der erste Sieg über die Protestanten erfolgte 1626; daraufhin erlitt Christians Heer Niederlage gegen Tilly in der Schlacht bei Lutter. Das 1629 von Ferdinand II. erlassene Restitutionsedikt wurde zum Höhepunkt des Krieges, wonach die katholische Konfession auf Dauer gestärkt wurde. Nach dem Ausstieg Dänemarks aus dem Krieg bezweckte Gustav II. Adolf von Schweden, seine Machtansprüche im Ostseeraum mit der Landung in Pommern durchzusetzen; 1632 wurde schwedisches Heer von den Truppen Wallensteins geschlagen. Schwedischer Kanzler Oxenstierna schloss nach dem Tode von Gustav den Heilbronner Bund mit den deutschen Protestanten. Nach dem sogenannten "Prager Frieden" 1635 wurde die Aufhebung des Restitutionsedikts von 1629 beschlossen, die den Protestanten neue Rechte zusprach. Der Französisch-Schwedische Krieg um Hegemonie im westeuropäischen Raum dauerte 13 Jahre in Deutschland, zunächst ohne sichtbaren Sieger. Sodann erlitt französisches Heer 1644 seine vernichtende Niederlage. Ab 1643 wurde mit den Friedensverhandlungen begonnen, bis zum Kriegsende mit der Unterzeichnung des "Westfälischen Friedens" 1648.

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